Beim November-Workshop des WLV-Kreises wurden Probleme in der Leichtathletik diskutiert. Manche sind nur von den Vereinen zu lösen.

Während die Saisonplanung für das kommende Jahr bereits beschlossene Sache ist, liegt die Lösung einiger Probleme in der Leichtathletik in weiter Ferne. „Manche Probleme müssen von den Vereinen selbst in Angriff genommen werden“, sagt Thomas Mürder, seit Januar neuer Vorsitzender des Göppinger Leichtathletikkreises und erstmals Moderator des traditionellen November-Workshops, der 21 Vertreter der Kreisvereine in der Turnhallengaststätte des TGV Holzhausen zusammenkommen ließ, „hier kann der Leichtathletikkreis nicht helfen“.
In vielen Vereinen fehlt es vor allem an Trainern, sodass die früher so erfolgreichen Leichtathletikabteilungen des TSV Heiningen und der TSG Salach ihren Betrieb bereits einstellen mussten.

Zur Verbesserung der Situation werden zwei Kinder-Leichtathletik-Lehrgänge im nächsten Herbst und im Frühjahr 2021 angeboten sowie ein „Schnupperkurs“ für Betreuer am 5. Januar 2020 im Rahmen der Filseck-Games in Uhingen durchgeführt. „Wir wollen für unsere Übungsleiter und Trainer ein ‚Wir-Gefühl‘ schaffen“, sagt Thomas Mürder.
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Zu Beginn des nächsten Schuljahres soll außerdem offensiv für das Schülermentoren-Programm geworben und das Interesse von geeigneten Jugendlichen der Leichtathletikvereine zur Teilnahme geweckt werden.
In einer zwei- bis dreistündigen Kurz-Einweisung für Kampfrichter sehen die Workshop-Teilnehmer eine geeignete Maßnahme, auf die hohe Belastung der ausgebildeten Kampfrichter zu reagieren. „Ich appelliere an die Vereine, geeignete Personen anzusprechen“, sagt Mürder, der zunächst noch auf die in manchen Sportarten übliche Verfahrensweise verzichten will, die Teilnahme von Sportler aus Vereinen an Meisterschaften nur zu ermöglichen, wenn sie auch Kampfrichter stellen.
Einig war man sich im Rückblick auf die Saison 2019, der insgesamt positiv ausfiel. So waren die XXS- und die Knirpse- und Bambiniliga mit hoher Nachwuchsbeteiligung einmal mehr gute Erfolge und die Resonanz bei den Kreismeisterschaften, beim Waldlauf und beim Werfer-Meeting mit den eingebauten Diskus-Meisterschaften konnten laut Sport- und Wettkampfwart Roland Mäußnest sowie Schülerwart Jochen Schreitmüller kaum besser sein. Mangelndes Interesse und ein starker Schwund wird aber bei der U16 gesehen, weshalb man die Schaffung einer weiteren Liga ins Auge gefasst hat. Roland Mäußnest will beim Kreistag im Januar ein entsprechendes Konzept vorstellen.

Die Termine der Leichtathletik-Saison 2020 können  hier eingesehen werden ...


 Dieser Bericht erschien am 23.11.2019 in der Printausgabe der NWZ Printausgabe der NWZ / GZ