Nach dem letzten Wochenende mit den Deutschen Jugendmeisterschaften in Rhede war unsere einheimische Presse schnell – trotz Fußballauftakt allerorten hat die Leichtathletik bereits in der Montagberichterstattung ihren Platz bekommen - diesem guten Bericht gibt es daher kaum mehr etwas hinzuzufügen…

Mit 1 Athlet und 3 Athletinnen war die LG Filstal für 5 Starts in Rhede vertreten – die Bilanz kann sich sehen lassen, denn es gab 1x Gold und 2x Silber sowie angesichts der Konkurrenz noch gute 9. und 12. Plätze.

Lena Urbaniak hat mit ihrem WM-Titel und jetzt mit dem DM-Titel eine überragende Saison (fast) hinter sich gebracht. Sie wurde in Rhede ihrer Favoritenrolle gerecht und holte sich mit ihren sehr guten 15,08 m überlegen den Titel im Kugelstoßen. Mit durchweg guten Versuchen bewies Lena, dass sie bei der riskanten Drehstoßtechnik den richtigen Dreh’ raus hat. Im Diskuswerfen hat sie zwar ihre diesjährige Bestleistung bei 51,31 m stehen, sie wurde aber mit ihren jetzigen dennoch guten 48,88 m von der hohen Favoritin Shanice Craft (MTG Mannheim) nur äußerst knapp geschlagen. Somit war Lena mit ihrem Abschneiden in Rhede – und mit ihrer diesjährigen Saison sowieso – hochzufrieden und sehnt sich nun nach einem erholsamen Urlaub…

Die frischgebackene U20-Europameisterin im Stabhochsprung, Martina Schultze, war in Rhede bei der wJA zwar leicht favorisiert, aber es reichte für sie nicht zur erhofften Goldmedaille, weil mit Caroline Hasse (SC Potsdam) eine Mitbewerberin über sich hinauswuchs, mit der man nicht unbedingt gerechnet hatte. Für Martina aber kein Grund, traurig zu sein – eine Deutsche Vizemeisterschaft ist mit den übersprungenen 4,20 m eine prima Leistung und die Krone ihrer diesjährigen Saison hatte sie sich ja mit ihrer EM-Goldmedaille bereits aufgesetzt…

Lena Michel vom jüngeren Jahrgang der wJB kam trotz ihrer 41,50 m in Speerwurf, die nur 80 cm unter ihrer diesjährigen Bestleistung liegen, nicht in den Endkampf der letzten Acht. Mit Platz 9 verfehlte sie diesen knapp. Die neue Meisterin Laura Henkel vom SC Potsdam setzte gleich im ersten Wurf ihre Siegermarke von 51,10 m, an der sich dann die Konkurrenz „die Zähne ausbiss“…

Der einzige männliche Starter aus dem Kreis war der der Stabhochspringer Jakob Köhler-Baumann, ebenfalls vom jüngeren Jahrgang der B-Jugend, der angesichts seiner in diesem Jahr bisher stehenden 4,40 m, die in der Württ. Bestenliste Platz 2 bedeuten, und seinem guten Beginn in Rhede mit den jeweils im ersten Versuch übersprungenen 4,00 m und 4,15 m 3x an den 4,30 m scheiterte und somit mit übersprungenen 4,15 m mit dem 12. Platz vorlieb nehmen musste. Bei Jakob muss man allerdings berücksichtigen, dass er aufgrund einer schweren Verletzung fast eine ganze Saison aussetzen musste und mit mehr Wettkämpfen erst wieder zu einer Formkonstanz auf hohem Niveau finden muss…

Insgesamt aber ein gutes Abschneiden unserer leider nur wenigen Starter aus dem Kreis bei den diesjährigen Deutschen Jugendmeisterschaften!